Die Landesregierung sieht in der Verbesserung der Verkehrssicherheit bereits seit vielen Jahren eine verkehrspolitische Schwerpunktaufgabe. Vor diesem Hintergrund ist es als Erfolg zu werten, dass die Zahl der Unfälle mit tödlichen Folgen in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist. Diese günstige Entwicklung ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, weil gleichzeitig die Verkehrsmengen und der Kraftfahrzeugbestand deutlich gestiegen sind.
Die Landesregierung ist dem Leitgedanken der „Vision Zero“ - also einer deutlichen Reduzierung von Verkehrstoten - verpflichtet. Danach soll im Rahmen der Zielvorgaben der Europäischen Union und des Nationalen Verkehrssicherheitsprogramms bis zum Jahr 2020 eine nochmalige Reduzierung der Getötetenzahlen um 40 Prozent erreicht werden.
Insbesondere durch bessere Infrastruktur, Fortschritte in der Sicherheitstechnik der Fahrzeuge, sowie intensive Verkehrserziehung und -aufklärung sind in Rheinland-Pfalz spürbare Rückgänge der Unfälle mit Personenschäden erreicht worden. Zudem trägt die Polizei im Rahmen ihrer Verbundstrategie ganz wesentlich zur Stabilisierung des erreichten hohen Verkehrssicherheitsniveaus bei.
Insgesamt gilt es weiterhin, vorhandene Potenziale zu nutzen, um damit langfristig strategisch ausgerichtete Sicherheitsmaßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen.
Hierzu zählt eine Reihe von Aktivitäten, wie beispielsweise:
- die Landesunfallkonferenz zur Entwicklung von Strategien für Schwerpunkte im Unfallgeschehen,
- die Unfallkommissionen (gezielte Untersuchung von Unfallhäufungsstellen),
- das Forum Verkehrssicherheit Rheinland-Pfalz mit allen beteiligten Institutionen,
- Fahrsicherheitstrainings, kommunale Freizeitverkehrsdienste, Veranstaltungen und Schulungen,
- polizeiliche Verkehrsüberwachung, sowie präventive Verkehrssicherheitsarbeit auf der Grundlage der regionalen Verkehrslage und in enger Abstimmung mit den Straßenverkehrsbehörden.

