Zu den Zeiten, als ein Fritz Walter aktiv war, lag die Sportförderung in Rheinland-Pfalz noch ziemlich im Argen. Erst seit der Verabschiedung des Goldenen Plans im Jahr 1960 kann von einer systematischen Sportförderungspolitik gesprochen werden – vor allem, um Sport-, Spiel- und Freizeitanlagen zu bauen. Damals begann eine rasante Entwicklung.
Über 700 Mio Euro steckte das Land in den letzten vier Jahrzehnten in den Bau von neuen Sportanlagen. Jährlich standen in den letzten Jahren rund 13 Millionen Euro für die Kommunen und Vereine als Zuschüsse zum Bau und Sanierung ihrer Sportstätten bereit. Mit dieser Gesamtsumme hat Rheinland-Pfalz eine vorbildliche sportliche Infrastruktur geschaffen.
Hohe Aufwendungen sind nötig für die Sanierung und Modernisierung der Hallen- und Freibäder, die in den 60er und 70er Jahren gebaut wurden. Heute sind rund die Hälfte dieser Bäder sanierungswürdig.
Der Antragsstau ist riesengroß, so dass mittel- und langfristig die Finanzmittel der Kommunen und des Landes nicht mehr für alle Projekte ausreichen. Zum Abbau dieses Antragsstaus hat die Landesregierung ein neues Schuldendiensthilfeprogramm für Schwimmbadsanierungen in Höhe von 50 Millionen Euro aufgelegt.
Daneben können einzelne Bäder bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen aus Strukturfördermitteln und Konversionsmitteln bezuschusst werden. Die dadurch frei werdenden Fördermittel für den allgemeinen Sportstättenbau werden zum einen zur Anfinanzierung bislang zurückgestellter Bauvorhaben und zum anderen zur schnelleren Ausfinanzierung bereits laufender Projekte genutzt.
Ziel ist es, zukünftig den Landeszuschuss für größere Maßnahmen innerhalb von drei Jahren zur Verfügung zu stellen.

