Linksextremisten verfolgen das Ziel, die bestehende Staats- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland zu beseitigen, um je nach ideologischer Ausrichtung entweder ein sozialistisch/kommunistisches System oder eine herrschaftsfreie Gesellschaft zu schaffen. Dabei stehen revolutionär-marxistische und anarchistische Theorien Pate.
Traditionell revolutionär-marxistische Organisationen setzen auf den Klassenkampf bis zum „revolutionären“ Bruch mit den bestehenden Verhältnissen. Die Anhänger der politischen Lehre des Anarchismus lehnen jede staatliche Autorität und das Gewaltmonopol des Staates ab. Der Begriff des Anarchismus leitet sich von dem griechischen Wort anarchia (Herrschaftslosigkeit) ab und beschreibt einen Zustand, in dem alle Herrschaft von Menschen über Menschen aufgehoben ist. Beide Ideologien stehen im Widerspruch zum demokratischen Rechtsstaat.
Das aktuelle linksextremistische Spektrum in der Bundesrepublik Deutschland lässt sich im Wesentlichen in gewaltbereite Linksextremisten sowie in Parteien und sonstige Gruppierungen unterteilen.

