
Deutsche Kommunistische Partei (DKP)
Die marxistisch-leninistisch ausgerichtete DKP sieht sich selbst als Nachfolgerin der 1956 vom Bundesverfassungsgericht verbotenen KPD („Kommunistische Partei Deutschlands“). Als revolutionäre marxistische Partei strebt sie einen „grundlegenden Bruch mit den kapitalistischen Eigentums- und Machtverhältnissen“ und somit unverändert eine Umgestaltung der Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland an. Die DKP glaubt durch eine klassenlose kommunistische Gesellschaft alle politischen, wirtschaftlichen und ökonomischen Probleme lösen zu können.
Die DKP beteiligt sich traditionell an Kampagnen und Aktivitäten anderer linksextremistischer Organisationen, z.T. auch von nichtextremistischen Gesellschaftsgruppen. Sie versucht dabei eigene politische Schwerpunkte wie z.B. „Privatisierung nein danke!“ oder „Banken enteignen und vergesellschaften“ einzubringen.
Dem DKP-Bezirksverband Rheinland-Pfalz, mit seinen regionalen Gruppen in Andernach, Bad Kreuznach, Idar-Oberstein, Landau, Mainz und Trier, gehören ca. 90 Mitglieder an.
Der DKP nahe steht die „Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend“(SDAJ), die von der DKP als parteieigene Jugendorganisation betrachtet wird.
Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
Für die MLPD und ihren Jugendverband „Rebell“ bilden die Lehren von Marx, Engels, Lenin, Mao Tsetung und Stalin die entscheidende Grundlage im Kampf für den „echten Sozialismus“. Ziel ist der „revolutionäre Sturz der Diktatur des Monopolkapitals“ und „die Errichtung der Diktatur des Proletariats für den Aufbau des Sozialismus als Übergangsstadium zur klassenlosen kommunistischen Gesellschaft“.
Im Unterschied zu den meisten anderen kommunistisch geprägten Gruppen verteidigt die MLPD das politische Wirken der für schwere Menschenrechtsverletzungen stehenden Mao Tsetung und Stalin, sie grenzt sich fortgesetzt gegenüber anderen linksextremistischen Parteien ab.
Im Jahr 2008 gab es wesentliche Veränderungen hinsichtlich der bundesweiten Organisationsstrukturen der MLPD. So wurden neben dem bereits bestehenden Landesverband in Nordrhein-Westfalen sechs weitere Landesverbände, darunter der Landesverband RHS (Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland) mit Sitz in Frankfurt/Main, gegründet.
In Rheinland-Pfalz besteht ein aktiver Kreisverband im Bereich Ludwigshafen.
