
Antifaschismus
Der „antifaschistische Kampf“ ist bei Linksextremisten Schwerpunkt ihrer politischen Aktivitäten. Sie bekämpfen vordergründig rechtsextremistische Strukturen und wollen die als „kapitalistisches System“ bezeichnete freiheitliche demokratische Gesellschaftsordnung mit ihren angeblich faschistischen Wurzeln überwinden. Um ihre politischen Ziele zu erreichen, beteiligen sich Autonome zuweilen an Bündnissen gegen Rechtsextremismus und versuchen diese für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Insbesondere Autonome versuchen durch „Massenmilitanz“ und „Kleingruppentaktik“ rechtsextremistische Aufmärsche, die regelmäßig als Provokation empfunden werden, zu verhindern oder zu stören. Darüber hinaus bemühen sie sich, Aktivitäten von Rechtsextremisten aufzudecken und diese zu „outen“. Mittels „Antifa-Recherchen“ sammeln sie Informationen über Funktionäre, Trefflokale, Schulungseinrichtungen und Geschäfte, die rechtsextremistische Devotionalien verkaufen. In Rheinland-Pfalz richten sich Outing-Aktionen, die überwiegend ins Internet eingestellt werden, vermehrt auch gegen Personen, die dem rechtsextremistischen Spektrum angehören.
Anti-Globalisierungsbewegung
Bei internationalen Gipfeltreffen, u.a. der Staats- und Regierungschefs der acht bedeutendsten Industriestaaten (G8), kam es wiederholt zu militanten Aktionen linksextremistischer Globalisierungsgegner. In Erinnerung geblieben sind besonders in 2007 die Gewaltexzesse in Heiligendamm (Mecklenburg-Vorpommern).
Antirassismus
Linksextremisten gehen mit demonstrativen Aktionen gegen den aus ihrer Sicht „kapitalistischen Staat“ und die von ihm angeblich ausgehende „rassistische“ und „imperialistische“ Flüchtlingspolitik vor.
Antirepression
Das Thema „Antirepression“ bleibt für Linksextremisten wichtig. Autonome diffamieren den Staat und seine Einrichtungen, indem sie ihnen die systematische Unterdrückung politischer Meinungen unterstellen.
Antimilitarismus
In der linksextremistischen Szene gewinnt das Themenfeld Antimilitarismus durch Bundeswehreinsätze im Ausland, Konferenzen mit hochrangigen Regierungs- und Militärvertretern oder das Auftreten der Bundeswehr in der Öffentlichkeit an Bedeutung. Daneben richten sich Aktionen gegen für die Bundeswehr tätige Unternehmen, denen „Kriegstreiberei“ oder „Kriegsprofit“ vorgeworfen wird.
