Noch bis Ende der 80er Jahre war Rheinland-Pfalz „Flugzeugträger der Nation“. Es gab hier neun Militärflugplätze. Dies hat sich grundlegend gewandelt: Pferdsfeld, Mendig, Hahn, Bitburg, Zweibrücken und Sembach wurden als Militärflugplätze geschlossen. Tiefflüge über Rheinland-Pfalz waren in den 80er Jahren ein zentrales Thema. Auch heute noch gibt es belastenden Fluglärm durch Militärjets. Aber er hat sich enorm verändert. Bundesweit ging die Zahl der Tiefflugstunden jährlich von 86.000 auf 6.000 Stunden (1995) zurück, heute sind es weniger als 4.000.
1990 gab es in Deutschland (einschl. ehem. DDR) noch 2.743 Kampfflugzeuge. 2007 waren es noch 447. Die alliierten Streitkräfte reduzierten die Zahl ihrer Jets von 500 auf 66. Allein aus Rheinland-Pfalz wurden 170 US-Kampfjets abgezogen.
Dennoch prägen die verbliebenen und z.T. erheblich ausgebauten Flugplätze Ramstein, Spangdahlem und Büchel bis heute die Region. Von Flugplätzen und Luftübungsräumen geht störender Fluglärm aus; zwar weniger als in den 80er Jahren, aber er belastet dennoch die Bevölkerung, die im Umfeld solcher Anlagen lebt.
Das Land will zwischen der Notwendigkeit von Militäreinrichtungen, mit den von ihnen ausgehenden Lärmbelastungen, und dem berechtigten Interesse der Anwohner vermitteln und will ausgewogene Verbesserungen für die Menschen erreichen.

