Die rasante Entwicklung der IuK-Technologie mit immer kürzeren Entwicklungszyklen stellt ständig neue Anforderungen aber auch Unterstützungsmöglichkeiten für die Einsatzkräfte.
Als ein vordringlicher Schwerpunkt gilt es hier, den bisherigen analogen BOS-Funk in den kommenden Jahren in Rheinland-Pfalz in zwei Abschnitten durch das neue digitale Sprech- und Datenfunknetz der BOS zu ersetzen.
Der Bund und die Länder hatten hierzu eine „Vereinbarung zur Regelung der Zusammenarbeit beim Aufbau und Betrieb eines bundesweit einheitlichen Sprech- und Datenfunksystems für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in der Bundesrepublik Deutschland“ geschlossen. Auf der Grundlage dieser sog. Dachvereinbarung hat Rheinland-Pfalz mit der Projektgruppe Digitalfunk die Weichen gestellt, dass alle BOS-Dienste künftig den Einsatzkräften im Land zur Verfügung stehen.
Ein landesweites digitales Alarmierungsnetz wird so an die Stelle der bisherigen analogen Fünftonfolgealarmierung der Feuerwehren treten.
Ein weiterer Schwerpunkt wird der Ausbau der E-Government Aktivitäten im Brand- und Katastrophenschutz sein. So hat zum Beispiel das bundesweit in Rheinland-Pfalz beispielhafte E-Learningangebot an der Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule oder die dort entwickelte Simulationssoftware SAFER auch auf verschiedenen internationalen Messen das Interesse des Fachpublikums registriert.
Weiterhin steht der Ausbau vernetzter Datenbankstrukturen und Portaldienste an, die die Einsatzabläufe weiter it-gestützt optimieren werden. Im Mai 2010 hatte Staatsminister Bruch die kommunalen und staatlichen Aufgabenträger im Brand- und Katastrophenschutz über die Eckpunkte zur Fortentwicklung bisheriger Konzeptionen informiert. Diese sehen das Update der den kommunalen Aufgabenträgern zur Verfügung gestellten Landessoftware ARIGON sowie der Aufbau eines zentralen Web-Portals und Datenpools vor, die eine Plattform für ein zeitgemäßes Wissens- und Informationsmanagement ermöglicht .
Auf der CeBIT 2011 stellte ein unter Leitung der Fachabteilung im Innenministerium eingerichtetes Projektteam die Machbarkeitsstudie "BKS-Portal rlp" zum Einsatz der auf Micorsoft Office Share Point basierenden Portalentwicklung für Bereiche den Brand- und Katastrophenschutz vor.
Mehr zu diesen E-Governmentaktivitäten und Portal- und Datenbankzielplanungen ist zum Download eingestellt.
Weitere Informationen über das Informations- und Kommunikationswesen in Rheinland-Pfalz, wie z.B. einer speziellen IuK-Einheit, erhalten Sie über die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion.




