Die Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS) in Koblenz ist die zentrale Ausbildungsstätte für jährlich ca. 6.000 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren, der Berufs- und Werkfeuerwehren und der anderen Hilfsorganisationen in Rheinland-Pfalz, die dort in rund 250 Veranstaltungen geschult werden.
Neben der durch die LFKS sichergestellten Unterbringung und Verpflegung wird die theoretische Ausbildung in 11 Lehrsälen sowie die praktische auf einem Übungsgelände ( Tauchturm, Bahnhofsszenario, Feuerlöschübungsanlage mit Atemschutzübungsstrecke) auf hohem Niveau angeboten.
Das Führen von Einsatzkräften in Gruppen-, Zug- oder auch Verbandsstärke, die sachkundige Wartung, Reparatur und Prüfung von Geräten sowie die Ausbilderschulung von Kreisausbildern sind weitere Themenschwerpunkte der Ausbildungsbereiche.
Weiterhin berät die LFKS berät die Feuerwehren und anderen Organisationen bei der Beschaffung von Fahrzeugen und führt notwendige fachtechnische Abnahmen von vom Land Rheinland-Pfalz geförderten Einsatzfahrzeugen der Aufgabenträger im Brand- und Katastrophenschutz durch.

Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS) Rheinland-Pfalz -

Die Teilnehmer des erster e-Gruppenführerlehrgang an der LFKS
Die LFKS ist seit Ende 2003 in eine konkrete Planung für die Einführung von e-Learning bzw. blended learning als Ergänzung der standardisierten Präsenzveranstaltungen eingetreten.
Die Einführung des blended learning ist für die Aus- und Fortbildung der freiwilligen Feuerwehren geeignet, die Kosten für Kommunen und das Land zu senken, die Arbeitgeber der Ehrenamtlichen zu entlasten und durch Flexibilisierung die Qualität der Ausbildung dennoch zu halten oder sogar zu steigern.
Aufbauend auf den Erfahrungen mit E-Learning hat die LFKS in den letzten Jahren das computergestützte Simulationssystem SAFER für die Ausbildung der Helferinnen und Helfer im Katastrohenschutz in Kooperation mit der Johannes Guteberg Universität Mainz und dem Bundeszentralkrankenhaus in Koblenz entwickelt. Anhand von Szenarien Hochwasser, Zug- oder Chemieunfälle in 3-D-Qualität realitätsnah die notwendigen Massnahmen üben.
Seit Juni 2011 besteht ein Kooperationsabkommen mit Sachsen zur Nutzung und Entwicklung von SAFER.
Auf Fachmessen und -veranstaltungen sowie bei sonstigen Gelegenheiten (Interschutz, CeBit etc.) wurde diese bundesweit richtungsweisenden IT-Projekte bereits einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und erhielten auch entsprechende Anerkennung.
Mehr Info zum Thema Ausbildung, insbesondere auch zu E-Learning und SAFER, steht zum Download zur Verfügung und ist auf der Internetseite der LFKS eingestellt.
