Die Flugplätze in Rheinland-Pfalz leisten einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftskraft des Landes. Eine nachfragegerechte leistungsfähige Luftverkehrsinfrastruktur und eine gute Anbindung an die Verkehrsträger Schiene und Straße sind von besonderer struktureller Bedeutung. Die Luftverkehrsinfrastruktur in Rheinland-Pfalz besteht aus den beiden internationalen Verkehrsflughäfen Frankfurt-Hahn und Zweibrücken sowie aus 14 Verkehrslandeplätzen, 18 Segelfluggeländen und 31 Sonderlandeplätzen. Mit diesem leistungsfähigen Netz von Flughäfen mit Zubringerdiensten ist die schnelle Erreichbarkeit der internationalen Ballungszentren gewährleistet.
Die beiden rheinland-pfälzischen Verkehrsflughäfen Frankfurt-Hahn und Zweibrücken sind dabei das Ergebnis eines lange andauernden Konversionsprozesses, bei dem sich aus ehemaligen militärischen Flugplätzen eine zivile Nutzung mit Passagier – und Frachtverkehr entwickelt hat.
Flughafen Frankfurt-Hahn
Der größte Flughafen in Rheinland-Pfalz ist Frankfurt-Hahn im Hunsrück. Der 1993 aus einem ehemaligen Militärflugplatz entstandene internationale Verkehrsflughafen kann als eines der gelungensten Konversionsprojekte in Deutschland angesehen werden. Der Flughafen Frankfurt-Hahn ist mit seiner Start- und Landebahn von 3.800 m für Passagier- und Frachtverkehr auf Interkontinentalstrecken ausgebaut.
Die Landesregierung hat als Alternative für die Verkehre des Frankfurter Flughafens in der Nacht den Flughafen Frankfurt-Hahn mit seiner 24-Stunden Genehmigung ange¬boten. Die bestehende gute Verkehrsanbindung wird ständig weiterentwickelt. Der vierstreifige Ausbau der B 50 von der A 61 bei Rheinböllen zum Flughafen Frankfurt-Hahn ist fertiggestellt, der Hochmoselübergang mit einer Verbesserung der Anbindung an die belgischen und holländischen Häfen ist im Bau.
Flughafen Zweibrücken
Der zweitgrößte Flughafen im Land ist der im Südwesten des Landes gelegene Ver-kehrsflughafen Zweibrücken mit einer 2.675 m langen Start- und Landebahn. Mit seinen internationalen Verbindungen hat er sich vornehmlich für den Charterflugverkehr etabliert. Er besitzt eine Betriebserlaubnis von 6 bis 22 Uhr. Zusätzlich sind bis zu sechs Flugbewegungen in der Nacht zulässig.
Die heutige zivile Nutzung des Flugplatzes beruht auf einem Vier-Säulen-Konzept bestehend aus dem Bau eines Designer Outlet Centers, eines Multimedia-Internet-Parks, eines Freizeit- und Erlebnisparks sowie einer breitgefächerten Gewerbeansiedlung.
Mittelfristig ist eine Kooperation mit dem Flughafen Saarbrücken geplant.
Verkehrslandeplatz Speyer
Einer der größten Verkehrslandeplätze in Rheinland-Pfalz ist der Flugplatz Speyer mit dem Einzugsbereich des Rhein-Neckar-Raumes und der Region Karlsruhe-Südpfalz. Mit dem Ausbau der Start- und Landebahn auf 1.677 m wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass der Flugplatz auch weiterhin nach den verschärften europäischen Sicherheitsbestimmungen über die gewerbsmäßige Beförderung die bisherigen Verkehre bedienen kann.
Fluglärm
Die Verbesserung des Schutzes der Bevölkerung vor Fluglärm ist ein zentraler Schwerpunkt der Verkehrspolitik der Landesregierung, denn Fluglärm beeinträchtigt die Lebensqualität vieler Menschen. Die Landesregierung setzt sich daher mit Nachdruck dafür ein, dass die Fluglärmbelastungen der betroffenen Kommunen durch die Flug¬plätze so gering wie möglich bleiben. Zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm insbe¬sondere zur Reduzierung der Fluglärmbelastungen des Frankfurter Flughafens sind von der Landesregierung vielfältige Maßnahmen ergriffen worden, die auf der Internetseite Verkehrslärm/Fluglärmschutz im Einzelnen dargestellt sind.

