Wie viele private Unternehmen und andere öffentlichen Stellen hat auch Rheinland-Pfalz für seine Landesverwaltung schon vor vielen Jahren ein betriebliches Vorschlagswesen eingerichtet. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren aufgerufen, Ideen und Anregungen zur Verbesserung der Dienstleistungen oder zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit der Verwaltung einzureichen und hatten damit die Möglichkeit, eine Geldprämie zu erhalten.
In den letzten 10 Jahren wurden ca. 250 Vorschläge anerkannt und honoriert. Im Rahmen der Modernisierung der Verwaltung spielen die Beschäftigten des Landes eine zentrale Rolle. Positive Veränderungen müssen dabei nicht immer in großen Sprüngen erfolgen. Auch durch viele kleine Schritte können sie herbeigeführt werden.
Unter der Federführung des Ministeriums des Innern, für Sport und Infrastruktur wurde das bisherige Vorschlagswesen durch ein neues Ideenmanagement zum 1. März 2006 abgelöst. Mit dem Ideenmanagement wurden optimale Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesverwaltung in einem noch größeren Maße ihre Kreativität und ihr Wissen in die Modernisierung der Landesverwaltung einbringen.
Wesentliche Änderungen sind dabei:
Dezentralisierung: Jedes Ressort ist in seinem Geschäftsbereich nun eigenständig für das Vorschlagswesen zuständig(bisher lag die Zuständigkeit zentral beim Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur). Die Ressorts können diese Aufgabe auf nachgeordnete Behörden delegieren.
In allen Dienststellen des Landes wurden Ideenkoordinatorinnen bzw. Ideenkoordinatoren bestimmt, die für das Vorschlagswesen werben und die Beschäftigten bei allen Fragen zur Erarbeitung von Vorschlägen beraten.
Ein Verbesserungsvorschlag kann prämiert werden, wenn
- seine Umsetzung einen wirtschaftlichen Vorteil für das Land Rheinland-Pfalz bringt
- oder zu einer im Verhältnis zum Aufwand vertretbaren Verbesserung der Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger, der Arbeitssicherheit und der Arbeitsgestaltung, des Gesundheits- oder Umweltschutzes oder sozialer Einrichtungen führt.
Der Verbesserungsvorschlag darf dabei nicht der pflichtgemäßen Erledigung des Aufgabenkreises der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuzurechnen sein. Wesentliche Kriterien und Basis für die Prämierung anerkannter Vorschläge sind Kosten und Nutzen der Verbesserung.
Neben dem klassischen Vorschlagswesen hat das Ideenmanagement eine weitere Säule erhalten. Mit der Einrichtung von Qualitätszirkeln soll nicht nur auf spontane Ideen gebaut, sondern eine gelenkte Ideenfindung in moderierten Gruppen angestoßen werden. Dies dient einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Über Verbesserungsvorschläge und Prämien entscheiden die bei den Ministerien und Landesbetrieben eingerichteten Prüfungsausschüsse. Für Vorschläge, die mehrere Geschäftsbereiche betreffen, gibt es einen ressortübergreifenden Ausschuss im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur. Die Vorprüfung erfolgt durch die fachlich für die Umsetzung zuständige Stelle

Ideenmanagement

