Im Jahr 1982 besiegelten das Land Rheinland-Pfalz und die Republik Ruanda durch einen Briefwechsel zwischen den Regierungen die erste Partnerschaft zwischen einem Bundesland und einem afrikanischen Land. Grundgedanke war von Anfang an eine so genannte Graswurzelpartnerschaft, die dezentral und bürgernah organisiert ist. Die ruandischen Partner schlagen eigenverantwortlich die Projekte vor, die ihnen am dringlichsten und notwendigsten erscheinen, die rheinland-pfälzischen Partner bemühen sich dann darum, die finanzielle und materielle Unterstützung bereitzustellen.
Ein wichtiges Element sind die Beziehungen zwischen rheinland-pfälzischen und ruandischen Kommunen. Heute unterhalten neben 50 Kommunen, 55 Vereine, Stiftungen und Organisationen, auch 15 Pfarreien sowie vier Hochschulen Beziehungen zu ruandischen Partnern.
Bisher flossen rund 70 Millionen Euro in die nahezu 1700 Projekte, ein Fünftel der Geldmittel haben die Bürgerinnen und Bürger durch Spenden aufgebracht. Internationalen Ruf hat sich die Partnerschaft nicht nur durch das einzigartige Engagement erworben, sondern auch dadurch, dass die Partnerschaft seit 1982 das achte Millenniumsentwicklungsziel, welches die Gründung internationaler Partnerschaften im Rahmen des Aktionsprogramms 2015 vorsieht, lebt.

